Neuer Onlinekurs 'Medizinische Fachbegriffe einfach entschlüsseln'
viel mehr als nur ein Stützgerüst
[Text]Knochen geben unserem Körper Struktur, Stabilität und Schutz - aber sie sind weit mehr als nur „stille Stützen“. Ohne sie wären wir ein bewegungsloser Haut- & Muskelsack (ja, das Bild darf ruhig hängen bleiben 😄).
In dieser Newsletter-Episode gehen wir den Knochen mal gehörig auf den Grund & schauen uns an, woraus Knochen eigentlich bestehen, wie sie aufgebaut sind, ob du in 10 Jahren noch derselbe Mensch bist wie heute & wie du deine Knochen durch deinen Lebensstil positiv beeinflussen kannst. Los geht's!
Knochen haben generell das Image, dass sie fest & leblos sind - aber in Wirklichkeit sind sie hochaktive Gewebe mit einem komplexen Innenleben, das eine clevere Mischung aus Festigkeit, Elastizität & Aktivität herstellt. Diese Mischung besteht aus spezialisiserten Zellen, einer nicht-zellulären Knochenmatrix, dem Knochenmark sowie Gefäßen und Nerven. Schauen wir uns die einzelnen Bestandteile doch mal einzeln an:
Wie alles im Körper, sind auch deine Knochen aus Zellen aufgebaut - aber nicht irgendwelche, sondern spezialisierte Knochenzellen, die nur in den Knochen vorkommen. Davon hast du drei Arten: die Osteoblasten, die Osteoklasten & die Osteozyten:
🧱 Die Osteoblasten bauen neue Knochensubstanz auf - stell dir sie wie kleine Maurer vor, die unnachgiebig eine Mauer aufbauen & reparieren. Sie bilden Osteoid - die Knochensubstanz - & bauen es um sich herum auf.
⛏️ Die Osteoklasten bauen alte oder beschädigte Knochensubstanz ab - stell dir sie wie einen Abbruchtrupp im Tagebau vor
🧠 Die Osteozyten sind die reifen Knochenzellen, also inaktiv gewordene Osteoblasten, die sich komplett eingemauert haben – sie „spüren“, wie der Knochen belastet wird, und geben Signale weiter, damit weitere Schritte zum Knochenumbau eingeleitet werden können.
💡Tipp: der Wortstamm 'oste-' stammt vom griechischen Wort 'osteon' & bedeutet Knochen - wenn du also 'osteo' irgendwo ließt, dann hat es höchstwahrscheinlich etwas mit den Knochen zu tun)
Die Knochenmatrix ist der nicht-zelluläre Bestandteil deines Knochens - also alle Bestandteile, die keine Zellen sind. Die Knochenmatrix besteht aus:
30% organischem Anteil - also hauptsächlich Kollagenfasern vom Typ 1, die dem Knochen seine Elastizität & Biegsamkeit verleihen.
Übrigens: Knochenmatrix, die alleine aus diesen organischen Bestandteilen besteht, wird als Osteoid bezeichnet. Das ist eine weiche, noch nicht mineralisierte Grundsubstanz, die von den Osteoblasten gebildet wird
70% anorganischem Anteil - das sind vor allem Calciumphosphat in Form von Hydroxylapatit - ein schwierig auszusprechendes Wort, das für die Härte & Druckfestigkeit des Knochens sorgt.
Wie du siehst, macht diese Mischung aus organischem & anorganischem Anteil den Knochen gleichzeitig stabil aber auch flexibel. Denn ein rein mineralischer Knochen, der nur hart & druckfest wäre, der wäre gleichzeitig auch spröde wie Porzellan & würde trotzdem sehr zerbrechlich sein. Ein rein organischer Knochen wäre hingegen viel zu weich & biegsam & würde dem Gewicht des Körpers gar nicht standhalten können.
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Im Inneren einiger Knochen liegt das Knochenmark, was für den menschlichen Körper überlebenswichtig ist. Nicht umsonst, werden Knochenmarkspenden - so genannte Stammzellspenden - so dringend benötigt, um Menschen am Leben zu halten. Aber warum ist das Knochenmark so essentiell?
Das rote Knochenmark
Im Knochenmark - besser gesagt im roten Knochenmark - sitzen hämatopoetische Stammzellen - ein wilder Ausdruck, der eigentlich “nur” bedeutet, dass es sich hierbei sogesehen um die “Urzellen” des Blutes handelt , aus denen sich verschiedene Blutzelltypen entwickeln können. Diese krasse Eigenschaft wird bei Knochenmarkstransplantationen genutzt, um nach Chemotherapien das blutbildende System wieder aufzubauen. Aber wie funktioniert dieses blutbildende System jetzt genau?
Im roten Knochenmark entstehen täglich rund 200 Milliarden neue Blutzellen, die sich alle aus den Stammzellen - den Urzellen des Blutes - entwickeln. Dieser Prozess wird Hämatopoese genannt - also die Bildung der Blutzellen.
Hier entstehen täglich
rote Blutkörperchen - so genannten Erythrozyten - die dafür verantwortlich sind den Sauerstoff zu deinen Zellen zu transportieren
weiße Blutkörperchen - die so genannten Leukozyten -, die Teil des Immunsystems sind & Krankheitserreger fleißig bekämpfen
Blutplättchen - die sogenannten Thrombozyten, die für die Blutgerinnung nach Verletzungen sorgen, also dafür, dass die Blutung schnell gestoppt wird
Ohne richtig funktionierende Hämatopoese im Knochenmark, würde daher der Sauerstoff - also deinen Körperenergie - nicht mehr im Körper transportiert werden, Infektionen würden nicht richtig abgewehrt werden & Wunden würden nicht zuverlässig schließen & du würdest verbluten. Grausam, aber wahr.
Das gelbe Knochenmark
Es gibt neben dem roten Knochenmark auch noch das gelbe Knochenmark, was viele gar nicht wissen. Mit dem Alter wird ein großer Teil des ursprünglich roten Knochenmarks in gelbes Knochenmark umgewandelt. Gelbes Knochenmark enthält unwahrscheinlich viele Fettzellen - die sogenannten Adipozyten. Diese Fettzellen im Knochenmark dienen als Energie- & Reservelager.
Während im Kindesalter fast nur rotes Knochenmark vorhanden ist, da der kindliche, heranwachsende Körper schließlich viele Blutzellen produzieren muss, um Wachstum, Sauerstoffversorgung & Immunabwehr aufrechtzuerhalten, hat das im Erwachsenenalter nicht mehr diesen hohen Stellenwert.
Da der menschliche Körper sehr ausgeklügelt ist, nutzt er diese Hohlräume, die im Knochenmark durch den sinkenden Blutzellbedarf entstehen, und nutzt sie zur Fettspeicherung. Du kannst dir das wie eine Art Notfalltank vorstellen, der bei Hungerperioden oder schweren Krankheiten aktiviert wird.
Nachdem du jetzt die Hauptbestandteile eines Knochens kennst - spezialisierte Knochenzellen, Knochenmatrix & Knochenmark - geht es jetzt daran zu verstehen, wie so ein Knochen grundsätzlich aufgebaut ist. Hier müssen wir jedoch unter zwei Arten von Knochen unterscheiden - zum einen der Geflechtknochen & zum anderen der Lamellenknochen - beide kommen im Körper vor, aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Leben.
Geflechtknochen besteht - wie man dem Namen schon entnehmen kann - aus einem eher unregelmäßigen Geflecht von Osteozyten & bündelartigen Ansammlungen der Kollagenfasern. Es ist also ein eher unstabiles Konstrukt, das quasi als erste Form des Knochens entsteht.
Dieser Geflechtknochen kommt bei Neugeborenen noch ganz ausgeprägt vor, wird aber ab dem zweiten Lebensjahr in den stabileren Lamellenknochen umgebaut. Trotzdem besitzen auch Erwachsene noch Geflechtknochen: zum Beispiel in der ersten Phase der Knochenheilung oder generell in den Gehörknöchelchen im Ohr, in den Zahnfächern & an den Rändern der Schädelnähte.
Der Lamellenknochen ist viel stabiler aufgebaut als der Geflechtknochen. „Lamellen“ sind feine Schichten aus mineralisierter Knochengrundsubstanz, in denen die Kollagenfasern parallel angeordnet sind – aber in jeder Schicht leicht versetzt, was dem Knochen hohe Stabilität bei gleichzeitigem Gewichtsvorteil verleiht.
Aus ungeordneten Kollagenfasern im Geflechtknochen werden also geordnet verlaufende Kollagenfasern im Lamellenknochen. So ein Lamellenknochen ist in verschiedenen Schichten aufgebaut, die ihm seine unterschiedlichen Eigenschaften das Endost.
Das Periost - die Knochenhaut
Das Periost wird auch als Knochenhaut bezeichnet. Das ist eine dünne Schicht, die den Knochen fast vollständig bis auf die Gelenkflächen, die meist mit hyalinem Knorpel überzogen sind, umhüllt. Hier verlaufen viele Gefäße & Nerven, die von dort in den Knochen eindringen.
Die Substantia Compacta - die Knochenrinde
Die Substantia compacta ist auch als Kompakta oder feste Knochenrinde bekannt. Das ist die dichte Knochenschicht auf der Außenseite des Knochens, die direkt unter dem sie umhüllenden Periost liegt.
Die Kompakta besteht aus mehreren parallel zum Knochenverlauf liegenden Osteonen. Ein Osteon besteht aus einem Havers-Kanal, um den sich mehrere Lamellen zylindrisch drumherum legen - ähnlich wie bei den Schichten eines Baumstamms.
In den Havers-Kanälen verlaufen die Gefäße & Nerven, die den Knochen selbst versorgen. Neben diesen parallel zum Knochenverlauf liegenden Havers-Kanälen, gibt es auch noch die Volkmann-Kanäle, die als Quer- oder Schrägverbindungen zwischen verschiedenen Havers-Kanälen dienen. Somit ergibt sich ein ausgeklügeltes Kanalsystem innerhalb der kompakten Knochenrinde, die die Versorgung des Knochens bis ins Innere sicherstellt.
Die Substantia spongiosa - der Schwammknochen
Die Substantia spongiosa ist auch als Spongiosa oder schwammartige Innenschicht des Knochens bekannt. Sie besteht aus einem Netzwerk an feinen Trabekeln - das sind Anhäufungen von mineralisierter Knochensubstanz, die sogenannten Knochenbälkchen.
Diese Trabekelstruktur kannst du dir wie die Struktur eines Schwamms vorstellen - nur mit festeren Eigenschaften: zwischen diesen Knochenbälkchen gibt es nämlich jede Menge Zwischenräume - ähnlich wie beim Schwamm -, die dafür sorgen das Gewicht des Knochens zu reduzieren ohne dabei an Stabilität zu verlieren. Diese Zwischenräume, die beim Schwamm mit Luft oder Wasser gefüllt sind, sind beim Knochen mit Knochenmark gefüllt - entweder rotes oder gelbes Knochenmark.
Das richtig interessante an dieser Trabekelstruktur des Knochens ist aber ihre Fähigkeit sich an Druckbelastungen anzupassen: wird mehr Druck auf den Knochen von den Osteozyten wahrgenommen, dann wird mehr Spongiosa dort aufgebaut, wo sie gebraucht wird. Aber das Ganze funktioniert natürlich auch in die andere Richtung: wenn keine Belastung mehr wahrgenommen wird, zum Beispiel durch Inaktivität, Bettlägerigkeit oder ähnliches, dann baut sich die Trabekelstruktur auch entsprechend ab.
Theatralische Frage, aber knöchern gesehen? Nein, definitiv nicht. Deine Knochen befinden sich nämlich in permanentem Umbau, weswegen das gesamte Skelett innerhalb von 10 Jahren einmal komplett erneuert wird. Natürlich bekommen wir diesen Umbau selbst nicht mit, da er in kleinen aber permanenten Schritt abläuft.
In gewissem Maß ist dieser Umbauprozess also komplett physiologisch, das bedeutet er ist normal & sinnvoll. Aber warum ist so ein Knochenumbau überhaupt sinnvoll? Genau wie im gesamten Körper, müssen auch in den Knochen alte oder minderwertige, kaputte Zellen abgebaut werden, um Platz für frische & aktive Zellen zu machen. Würden deine Knochen nämlich nur noch aus alten, kaputten Zellen bestehen, würden sie nicht mehr der Belastung standhalten können & schnell brechen.
Zudem ist dieser Knochenumbau für die Reparatur von Mikroverletzungen und die Anpassung an veränderte Belastungen essentiell. Durch mehr Belastung der Knochen, zum Beispiel wenn du über einen längeren Zeitraum mehr Sport treibst, wird der Knochen umgebaut, damit mehr Knochensubstanz aufgebaut werden kann, um der gesteigerten Belastung standzuhalten - dein Knochen wird also stabiler.
Daher ist es wichtig sich - egal in welchem Alter - sportlich zu betätigen und den Knochen genug Belastung zuzutrauen, damit sie sich ordentlich ausbilden können.
Alles beginnt mit den Osteozyten – das sind ehemalige Knochenaufbauzellen, die tief eingebettet in der festen Knochensubstanz leben. Sie sind wie kleine Sensoren: Sie „spüren“, wo im Knochen Veränderungen notwendig sind – zum Beispiel durch Mikroverletzungen, Überlastung oder hormonelle Signale. Wenn sie Abbaubedarf erkennen, schicken sie ein Signal an die nächste Zellgruppe: die Osteoklasten.
Die Osteoklasten sind spezialisierte „Abbauzellen“. Sie setzen Enzyme und Säuren frei, mit denen sie die alte oder geschädigte Knochensubstanz gezielt auflösen. Dabei entstehen winzige Vertiefungen im Knochen, sogenannte Howship-Lakunen. Diese Abbauphase ist wichtig, damit Platz für neues, stabiles Gewebe entsteht.
Sobald die Osteoklasten ihre Arbeit beendet haben, übernehmen die Osteoblasten. Sie wandern an die abgetragenen Stellen und beginnen, neues Knochenmaterial aufzubauen. Zuerst produzieren sie eine weiche, kollagenreiche Grundsubstanz, das sogenannte Osteoid. Dieses wird anschließend mit Kalzium und Phosphat mineralisiert – so entsteht wieder fester, belastbarer Knochen.
Einige Osteoblasten „mauern“ sich währenddessen in der neuen Knochenmatrix ein – aus ihnen werden erneut Osteozyten, die den nächsten Umbauzyklus überwachen.
Der Knochenumbau ist jedoch nicht nur ein mechanischer Vorgang – er wird auch stark durch verschiedene Hormone beeinflusst. Dein Körper steuert diesen Prozess sehr feinfühlig – je nachdem, was er gerade braucht.
Zum Beispiel sorgt das Parathormon dafür, dass der Kalziumspiegel im Blut stabil bleibt. Wenn zu wenig Kalzium vorhanden ist, wird der Knochenabbau aktiviert, wodurch Kalzium aus dem Knochenspeicher freigesetzt wird. Vitamin D unterstützt diesen Prozess, indem es hilft, Kalzium aus dem Darm aufzunehmen und ebenfalls am Umbau beteiligt ist.
Ein besonders spannendes Hormon ist das Östrogen - es schützt die Knochen, indem es die Aktivität der Osteoklasten (also der Abbauzellen) hemmt. Das ist einer der Gründe, warum das Risiko für Osteoporose nach den Wechseljahren bei Frauen stark steigt: Mit dem sinkenden Östrogenspiegel wird der Knochenabbau nämlich aktiver – und die Knochendichte kann schneller abnehmen.
Doch keine Sorge: Auch du selbst kannst Einfluss nehmen! Denn neben Hormonen spielen auch Bewegung und Ernährung eine zentrale Rolle.
Unsere Knochen werden also ständig auf- & abgebaut. Dafür brauchen sie die richtigen „Baumaterialien“, also Nährstoffe, die über die Ernährung aufgenommen werden müssen. Die wichtigsten Nährstoffe für starke Knochen sind Kalzium, Vitamin D, Proteine, Magnesium, Zink &Vitamin K.
Kalzium - der Baustoff
99% des Kalziums im Körper ist in den Knochen gespeichert & unverzichtbar für Härte & Stabilität. Wenn im Körper Kalziummangel herrscht, wird das Kalzium aus den Knochen abgezogen, um den Blutspiegel konstant zu halten. Daher ist es wichtig, dass der Kalziumspeicher immer genügend gedeckt ist. Kalzium nimmst du zum Beispiel über Milchprodukte, Grünkohl, Brokkoli, Sesam, Mandeln & kalziumreiches Mineralwasser auf.
Vitamin D - der Türöffner
All das Kalzium bringt dir aber nur wenig, wenn du nicht genügend Vitamin D besitzt. Vitamin D ist nämlich wichtig für die Aufnahme von Kalzium im Darm - so gesehen reguliert es also den Kalziumspiegel im Blut & steuert den Knochenumbau. Ein Mangel an Vitamin D kann folglich zu Knochenerweichung (Rachitis) führen, da den Knochen die Mineralisierung - also die Verhärtung des Knochens durch das fehlende Kalzium nicht möglich ist.
Vitamin D ist auch als Sonnenvitamin bekannt, da es über das Sonnenlicht in der Haut selbst gebildet wird. Gerade im Winter ist es aber aufgrund der wenigen Sonnenstunden sinnvoll, Vitamin D zu supplementieren. Zudem kommt es fettreichem Fisch, Eiern & Pilzen vor.
Proteine - das Gerüst
Zwar denken wir bei Knochen natürlich meist an eine kalziumreiche Ernährung, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Denn Kalzium braucht eine Grundsubstanz, in die es eingebaut werden kann – und diese Grundsubstanz besteht zum Großteil aus Proteinen. Wie du ja bereits weißt, besteht diese Grundsubstanz - die sogenannte Knochenmatrix - aus einem Gerüst aus Kollagenfasern, ddas dem Knochen Elastizität & Zugfestigkeit gibt. Erst danach wird dieses Gerüst durch Mineralien wie Kalzium und Phosphat verhärtet und stabilisiert. Ohne Proteine gibt’s also kein funktionierendes Knochenfundament.
Magnesium - der Kalzium-Partner
Magnesium ist so etwas wie der Regisseur im Mineralien-Team: Es hilft, Kalzium richtig in den Knochen einzubauen und wird benötigt, damit das Hormon Parathormon und Vitamin D wirken können. Zudem beeinflusst es die Aktivität der Osteoblasten (Aufbau) und Osteoklasten (Abbau). Ein Magnesiummangel kann daher zu einer schlechteren Mineralisation und sogar zu Kalziumverlust aus dem Knochen führen – also genau das Gegenteil von dem, was du willst!
Zink - der Zell-Booster
Zink ist ein echtes Multitalent im Knochenstoffwechsel: Es fördert die Aktivität der Osteoblasten (→ Knochenaufbau), unterstützt die Kollagenproduktion – also den Eiweißanteil der Knochenmatrix & schützt die Knochenzellen vor oxidativem Stress (z. B. durch Entzündungen). Ohne genügend Zink läuft der Knochenaufbau langsamer und schlechter – und Heilungsprozesse (z. B. nach Brüchen) verzögern sich.
Vitamin K - der Verfestiger
Vitamin K ist für die Verankerung von Kalzium im Knochen zuständig. Es aktiviert spezielle Proteine (z. B. Osteocalcin), die Kalzium dort festhalten, wo es hingehört: in der Knochenmatrix – und nicht in Gefäßen oder Weichteilen. Ohne Vitamin K kann Kalzium also nicht richtig eingebaut werden – trotz gesunder Ernährung! Zudem hemmt es den übermäßigen Knochenabbau.
Unsere Knochen sind viel mehr als bloß ein starres Gerüst. Sie sind lebendiges, anpassungsfähiges Gewebe – ständig im Umbau, ständig im Dialog mit dem, was wir tun, essen und erleben.
Was wie selbstverständlich wirkt, ist in Wahrheit ein faszinierendes Zusammenspiel aus Zellen, Hormonen, Nährstoffen und Bewegung.
🧾 Kurz zusammengefasst:
✅ Knochen bestehen aus lebendigen Zellen, einer proteinreichen Grundstruktur und eingelagerten Mineralien wie Kalzium und Phosphat.
✅ Der Knochenumbau läuft ständig ab – Osteoklasten bauen ab, Osteoblasten bauen neu auf.
✅ Hormone wie Östrogen, Parathormon und Vitamin D regulieren diesen Umbau – besonders spürbar in den Wechseljahren.
✅ Ernährung & Bewegung sind keine Nebensache, sondern echte Vitamin K spielen dabei eine zentrale Rolle.
✅ Und: Selbst das Knochenmark verändert sich im Lauf des Lebens – es passt sich flexibel an deine Bedürfnisse an