Die Atmung

Atmen – das klingt zunächst nach einer simplen Bewegung: Luft rein, Luft raus. Doch wenn man genauer hinschaut, steckt dahinter ein faszinierendes Zusammenspiel aus Muskeln, Druckverhältnissen und fein abgestimmten Steuerungsmechanismen. Die Atmung läuft automatisch ab, begleitet dich Tag und Nacht, ohne dass du darüber nachdenken musst. Gleichzeitig kannst du sie aber auch ganz bewusst steuern – beim Yoga, beim Sport oder wenn du dich mit ein paar tiefen Atemzügen beruhigen willst.

In dieser Episode schauen wir uns an, wie die Atemmechanik funktioniert, welche Rolle verschiedene Muskeln dabei spielen, wie dein Körper die Atmung ganz automatisch reguliert – und was du im Alltag daraus mitnehmen kannst.


Wieso strömt Luft überhaupt in die Lunge?

Stell dir vor, deine Lunge ist wie ein Blasebalg (so ein Werkzeug, das man beim Kamin oder Grill benutzt). Wenn du den Blasebalg auseinanderziehst, entsteht innen mehr Platz – und sofort strömt Luft von allein hinein. Schiebst du ihn wieder zusammen, wird der Platz innen geringer & die Luft wird wieder herausgedrückt.

Genau so läuft es auch bei der Atmung ab. Mal ganz vereinfacht erklärt: wenn der Brustraum sich bei der Einatmung (Inspiration) weitet, wird ein Unterdruck erzeugt, der dazu führt, dass die Luft hineinströmt - wie beim Blasbalg, der auseinandergezogen wird- Verkleinert sich der Brustraum bei der Ausatmung (Exspiration) hingegen wieder, dann erhöht sich auch der Druck im Brustraum & die Luft strömt wieder hinaus.

Der entscheidende Punkt: Du saugst die Luft nicht aktiv ein – sie strömt ganz von allein, weil sich Druckunterschiede immer ausgleichen wollen.